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Erbgericht

Der ehemalige Gasthof Zum Erbgericht (Denkmal), auch Sandgericht genannt, wurde erstmals bei Öder 1593/98 verzeichnet, ist aber vermutlich so alt wie die Gutsherrschaft und der Ort Oberputzkau.

Von einem letzten großen Umbau im Jahre 1789 zeugt ein Türschlussstein an der Straßenseite. Die Inschrift „No11 | JAHAJ | 1789“ steht für die Hausnummer in Oberputzkau, den Besitzer Johann Andreas Hübner, der zur gleichen Zeit auch Pächter des Rittergutes Oberputzkau war, und das Jahr des Umbaus.

Der Wirt des Erbgerichts durfte selbst nicht brauen, musste aber das Bier der Herrschaft ausschenken. Ernst Edmund Friedrich, ein späterer Besitzer des Gasthofs, ließ 1850 eine Bäckerei als Anbau nach Westen errichten. Dabei wurde die Haustür des Gasthofs zugemauert. Der Türsturz mit Bogen aus dem Gasthof erhielt die Inschrift „18. EEF. 50.“ und fand so im Bäckereianbau Verwendung. Die Bäckerei wurde 2016 abgerissen. Der Türsturz wurde geborgen und gelangte bei der Sanierung des Erbgerichts, bei der die Haustür wieder hergestellt wurde, an seine ursprüngliche Stelle zurück.

Erbgericht