Denksteine-Tour

Diese Tour ist perfekt für Entdecker.

Denksteine-Tour

Diese Tour ist perfekt für Entdecker. Sie führt vom Ort tief hinein in den Hohwald und auf den Valtenberg. Nicht jeder Abschnitt ist markiert, aber mit Hilfe der Wegbeschreibung und der Karte finden Sie alle Stationen. Es geht auch über kleine, unbefestigte Wege. Abhängig von der Jahreszeit ist an einigen Stellen mit Bewuchs oder feuchtem Untergrund zu rechnen. Deshalb empfehlen sich festes Schuhwerk und lange Hosen.

Beginnend in Putzkau am Bahnhof oder in der Ortsmitte folgen Sie zunächst dem Wanderweg „gelber Punkt“ – vorbei am Erbgericht und dem Althof des Ritterguts. Der Weg führt dann unmittelbar entlang der Pfeiler des eindrucksvollen Eisenbahnviadukts und durch zwei weitere Eisenbahnunterführungen. Am Rastplatz und Aussichtspunkt Milchhübel erreichen Sie den Wald. Nach 10 Minuten Gehzeit verlassen Sie den „gelben Punkt“ und biegen nach links auf den Niederen Querweg ab. An dessen Ende wenden Sie sich nach rechts und folgen dem „grünen Strich“. Gleich auf der linken Wegseite steht eine Wegweisersäule, die nach 1877 angelegt wurde, aber nie einen Einschlag erhielt. Kurz darauf ist auf der rechten Seite der Wegebaustein „1885“ mit Olivenzweig zu sehen.

An der Hellgrundbrücke wechseln wir auf den Wanderweg „gelber Strich“ Richtung Hohwaldschänke. In dem „Rote Pfütze“ genannten Bächlein, welches wenige Meter nördlich der Brücke den Bahndamm unterquert, wurde im 15.-16. Jahrhundert Gold gewaschen. Bergan gelangt man zum „Russenstein“, wo sowjetische Soldaten 1968 während des Marsches in die damalige Tschechoslowakeieine kyrillische Inschrift hinterließen. Der Stein liegt etwa 5 Meter links neben dem Weg, an der Stelle, von der aus Sie den nächsten Wanderwegweiser sehen können. Nach der Weggabelung steht rechts der „Haufestein“, am Todesort für einen bei der Waldarbeit verunglückten Bauern. Es geht nun über den Rückenberg, und dann bergab in den Hohwald. Verpassen Sie nicht, noch immer dem „gelben Strich“ folgend, nach 500 Metern rechts in den kleinen Pfad einzubiegen.

Diesem Pfad folgen wir noch 180 Meter, dann verlassen wir den markierten Weg und biegen nach links in die von hoch gewachsenen Eichen gesäumte„Schneise D“ ab. Bereits vom Abzweig aus sieht man die „Weiße Frau“ stehen, ein weiß gefärbter Stein, im Volksglauben ein an Adelshäuser gebundener guter Geist. Folgen Sie weiter der Schneise D, und biegen Sie an deren Ende nach rechts auf den Fahrweg ab. An der nächsten Einmündung laufen Sie direkt auf den „Hänchenstein“ zu, der zweite Todesortstein auf unserer Tour. Gehen Sie hier nach links in den Nassweg. Etwas weiter steht in einem nach links abzweigenden Seitenweg die historische „Heuwegsäule“. Diese ist eine Besonderheit, vereint sie doch 3 Funktionen in sich. Das linksseitig eingeschlagene „K“ ist das alte Wegzeichen des Nassweges, welcher früher direkt hier entlang lief. Rechtsseitig die „10“bezeichnet den Schneisenstein Nr. 10 in der Schneise D. Die große Inschrift auf der Vorderseite wurde 1843 bei Bau des Heuweges (für die Heuabfuhr von der Rehwiese) eingeschlagen.

Gehen Sie zurück auf den Nassweg, welcher sich bald zu einem engen Pfad verengt und steil bergan verläuft. An der Spitzkehre liegt rechts 50 m vom Weg entfernt der Blockstrom. Er besteht aus riesigen Gesteinsblöcken, welche sich langsam bergab bewegen. Oben auf de Rückenweg angekommen, sehen Sie sogleich den größtenWegebaustein (1870) der Tour und unweit davon Reste derBergbaugrube „Neuer Segen Gottes“ von 1668. Der Rückenweg führt weiter Richtung Valtenberg.

Wenn noch Zeit ist, unternehmen Sie den kurzenAbstecher den Stufenweg hinab (Markierung „gelber Punkt“). Erst geht es amWegebaustein von 1871 vorbei, dann am Abzweig mit dem „gelben Punkt“ nach linksund sogleich wieder rechts, in den Nassweg. Gehen Sie diesen nur wenige Meter hinein. An der linken Wegseite sehen Sie beim Umdrehen den „Karaffenstein“. Dieser erinnert an italienische Arbeiter, die hier 1887 mit dem Wegebau beschäftigt waren. Kehren Sie von hier aus zurück auf den Rückenweg.

Der Rückenweg führt bis zur Kreuzbuche. Hier steht noch der Rest der früheren Armsäule. Am oberen Ende der Valtenbergsteige stehen drei Forstgrenzsteine. Der Stein mit der fortlaufenden Nummer 257 (und Jahreszahl Aufstellung 1863) bezeichnet das Putzkauer Revier. Auf Neukircher Seite befindet sich der Stein des damaligen Neukircher Rittergutsbesitzers Hans Heinrich von Nostitz, der 1699 seine Grenze zum damals kurfürstlichen Wald auf Befehl August des Starken markieren musste. Der kurfürstliche, später königliche Wald, heute Sachsenforst, gehört zu Oberottendorf. Diese Steine sind mit „K“ für königlich rechts der Elbe und einer Reihennummer versehen. Nun ist der längste Teil der Tour geschafft und es lohnt eine Einkehr in der Valtenbergbaude.

Valtenbergturm Weg1 Weg2
Bergab geht es an der Kreuzbuche rechts in den Steinweg (Markierung „grüner Punkt“). Am oberen Steinweg passieren wir links am Weg den Wegebaustein von 1867. Der Weg führt weiter durch das Flächennaturdenkmal Eschen-Ahorn-Wald. Am unteren Steinweg steht rechts der Wegebaustein von 1865. Am Ende des Steinweges wenden Sie sich nach links und folgen dem Weg „Rund um Putzkau“ mit dem „grünen Strich“. Nach Passieren der Bahnüberführung verlassen Sie den markierten Weg und gehen schräg rechts. Auf dem namenlosen Weg entlang der Bahnstrecke finden Sie linker Hand den letzten Wegebaustein der Tour, datiert auf 1879/80.Nach dem Verlassen des Waldes führt der Wanderweg „gelber Punkt“ wieder zurück in den Ort.

Die einzelnen Stationen sind:

 

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Dass 1994 der Zusammenschluss der Gemeinden Putzkau, Schmölln, Tröbigau zu Schmölln-Putzkau statt fand?

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